Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik

Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik Hessen e.V.


08.05.2017

„Warum wählen Frauen Petry, Le Pen und Trump?“

Zum Treffen der SGK-Netzwerkfrauen am 26. April in Mainhausen

Das Netzwerk Frauen hat sich diesmal in Mainhausen getroffen. Das Treffen war wieder gut besucht und die Diskussion diesmal besonders intensiv.

Gisela Stang, stellvertretende Vorsitzender der SPD Hessen und Bürgermeisterin von Hofheim, stellte bei den Recherchen zum Veranstaltungsthema „Warum wählen Frauen Petry, Le Pen und Trump?“ fest, dass es keine umfassende aktuelle Studie gibt, die sich mit dem Wahlverhalten von Frauen im rechten Raum beschäftigt.

Was das Wählen von rechten Parteien betrifft, gibt es definitiv Unterschiede zwischen den neuen und alten Bundesländern und zwischen Stadt und Land.

Auch wenn Frauen deutlich weniger rechte oder populistische Parteien wählen, so stellt „frau“ sich die Frage, wie eine Frau einen sexistischen Narzissten wie Trump wählen kann.

Eigene Erfahrungen – rund ein Jahr nach der Kommunalwahl – bei der die AfD in viele lokale Parlamente eingezogen ist oder auch die Auseinandersetzung in den sozialen Medien, standen im Mittelpunkt der Diskussion.

Ruth Disser, Bürgermeisterin von Mainhausen, berichtete über die Stimmung in einem  Stadtparlament mit Fraktionsmitgliedern der AfD. Anträge, dass die Deutschlandfahne im Fraktionszimmer hängen sollte, Ablehnung des Frauenförderplans (übrigens: eine AfD-Frau begründete die Ablehnung!), Koran-Zitate, bestimmen nun die Sitzungen. So werden die tatsächlich wichtigen Entscheidungen für Kommunen behindert oder kommen erst gar nicht auf die Tagesordnung.

Viele Frauen wussten zu berichten, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung mit AfDlern extrem schwierig bis unmöglich ist. Wenn Argumente nicht anerkannt werden und eigene Wahrheiten und Wahrnehmungen absolut gesetzt werden, wird keine Diskussion erfolgreich verlaufen.

So kamen die Netzwerfrauen sehr einvernehmlich zu dem Ergebnis, dass man weniger auf die Anderen schielen sollte, sondern sich auf sich selbst konzentrieren muss.

Die SPD hat viel in der Berlin geleistet – und dies sollten wir in den Mittelpunkt stellen und die nächste Bundestagswahl ganz im Zeichen von „Sozialer Gerechtigkeit nur mit der SPD“ stellen.

Gisela Stang führt den zentralen Beschluss des Landesparteitages in Kassel aus – „Familien und Kommunen entlasten“. Mit dem kostenfreien Angebot für die Familien entlastet man direkt und merklich. Wenn eine Familie mit zwei Kindern im Ballungsraum mit Mittagessen fast 1.000 Euro an die Kita zahlen muss, dann werden Kinder zum Luxus.

Dazu kommt, dass mit dem Beschluss aus Kassel, der Landesanteil an der Kinderbetreuung deutlich erhöht wird. Damit erhalten die Städte und Gemeinden endlich wieder Handlungsspielraum für ihre Aufgaben.

Damit, und da waren sich alle einig, können wir gut in den Wahlkampf ziehen!