Pressemitteilungen

  • Wasser bewegt die Kommunen

    Foto: Elisabeth Jreisat, Hessenwasser

    Wiesbaden, 18. März 2019 – Pressemitteilung

    Wasser bewegt die Kommunen

    Zur Veranstaltung „Situationsanalyse zur Wasserversorgung im Ballungsgebiet Rhein-Main“, am 14. März in Rüsselsheim

    Über 50 Teilnehmer*innen sind nach Rüsselsheim gekommen, um über die Wasserversorgung im Ballungsraum Rhein-Main zu diskutieren. Als Fachreferenten standen Frau Jreisat, Geschäftsführerin der Hessen Wasser und Thomas Will, der Landrat des Kreises Groß-Gerau zur Verfügung.

    Frau Jreisat stellte die aktuelle Versorgungslage dar. Selbst im heißen Sommer 2018 war genug Wasser vorhanden. Trotzdem kann es in Zukunft technische Probleme geben, die aber angegangen werden. Nach Prognosen des Bevölkerungswachstums im Ballungsraum Rhein-Main werden in den kommenden Jahren 7,1% mehr Wasser benötigt. Derzeit werden 40% des Wassers aus Fremdbezug und 69% durch Eigengewinnung erzeugt. Dabei spielt die Rheinwasserversickerung zur Anreicherung des Grundwassers eine bedeutende Rolle.

    In der Diskussion wurde auch die Frage der vermehrten Brauchwassernutzung angesprochen. Welchen Beitrag die Brauchwassernutzung allerdings spielen kann, darüber gingen die Meinungen auseinander. Eine Teilnehmerin brachte den Bau von Wasserreservoirs ins Gespräch, um auf die Starkwetterereignisse zu reagieren.

    Eine der Herausforderungen der Zukunft wird sein, dass die Regionen, die Wasser liefern (Vogelsberg, Wetterau und Ried), sich nicht vom Ballungsraum „ausgenommen“ fühlen.

  • 2. Ortsbeirätekonferenz – wieder lehrreich und interessant

    Foto: Michael Siebel, Thomas Euler

    Wiesbaden, 18. März 2019 – Pressemitteilung

    2. Ortsbeirätekonferenz der SGK – wieder lehrreich und interessant

    Zum Treffen der Ortsbeiräte, am 9. März 2019 in Gießen

    „Es ist unsere Mission, der politischen Arbeit der Ortsbeiräte mehr Wertschätzung entgegenzubringen“, sagte am Beginn der Konferenz der SGK/AfK Landesgeschäftsführer Michael Siebel.
    Thomas Euler, Ortsvorsteher Allendorf, referierte über die Rechte und Pflichten von Ortsbeiräten. Dabei stellte sich heraus, dass es Ortsbeiräte gibt, die tatsächlich sich über Bebauungspläne und grundsätzliche Entwicklungsplanungen auseinandersetzen.
    Über gute Beispiele für Ortsbeiratsarbeit konnte Dr. Oliver Strank, Ortsvorsteher Ortsbeirat I Frankfurt, berichten. Auch ein Ortsbeirat kann Öffentlichkeit herstellen, wenn er alle Kanäle (facebook, intafram und print) bedient und medienangemessen die Kanäle bespielt. Mathias Scherer, Ortsbeirat Wiesbaden Naurod, berichtete von Städtepartnerschaften zwischen Ortsbeiräten in Europa. Diese sind viel nachhaltiger als die „großen“ Städtepartnerschaften.

  • Gert-Uwe Mende – eine gute Wahl für Wiesbaden

    Wiesbaden, den 20. Februar 2019 – Pressemitteilung

    Bild: Gert-Uwe Mende /Urheber: Foto-Vario

    Gert-Uwe Mende – eine gute Wahl für Wiesbaden

    „Mit Gert-Uwe Mende hat die Wiesbadener SPD einen großartigen und für die Direktwahl hochqualifizierten Kandidaten gefunden. Er bringt viel politische Erfahrung und ein gutes Gespür für das mit, was Bürgerinnen und Bürger in Wiesbaden bewegt“, sagte heute die SGK-Landesvorsitzende Kirsten Fründt in Wiesbaden.

    Gert-Uwe Mende hat als Büroleiter des ehemaligen Innenministers Gerhard Bökel gelernt, wie man eine große Verwaltung leitet. Als Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion und aktuell deren Geschäftsführer weiß Mende, wie man professionell und zugewandt mit politischen Themen umgeht, auch wenn einmal ein Konflikt entsteht.

    Gerade weil er in Wiesbaden noch nicht kommunalpolitisch aktiv ist, tut er der Stadt in der jetzigen Situation gut. „Wer ihn kennt, und viele Wiesbadener*innen werden ihn jetzt kennen lernen, weiß, dass er gut zuhören kann, emphatisch ist und so spricht, dass ihn die Bürgerinnen und Bürger verstehen. Deshalb unterstützen wir ihn und wünschen ihm einen tollen und erfolgreichen Wahlkampf“, so Fründt.

    Die SGK-Vorsitzende unterstrich, dass es auch für die hessische SGK von herausragender Bedeutung ist, dass der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, auch nach dem 26. Mai, ein Sozialdemokrat ist. Mit Mende seien die Voraussetzungen dafür hervorragend, dass dies nach dem Rückzug von Sven Gerich gelingen kann.

  • Digitalisierung braucht Strategie – Den Prozess aktiv gestalten

    Wiesbaden, Februar 2019

    Digitalisierung braucht Strategie – Den Prozess aktiv gestalten

    Autorin Kirsten Fründt, Landrätin Marburg-Biedenkopf, Vorsitzende der SGK Hessen e.V.

    Nach der Lektüre dieses Textes werden circa zehn Minuten vergangen sein, die Erde hat sich weitergedreht, und Donald Trump hat circa drei Tweets abgesetzt. All dies wird geschehen sein, unabhängig davon, ob wir etwas dazu beigetragen haben oder nicht. Genauso läuft Digitalisierung: Sie findet statt, ob wir das wollen oder nicht, oder wir sie gestalten oder nicht. Und wir alle sind ja mittendrin in dieser Digitalisierung:

    Den vollständigen Artikel finden Sie im aktuellen Hessensplit der Demo oder klicken einfach hier.

  • 40 Jahre SGK Hessen – „Machen statt Meckern“

    Wiesbaden, Februar 2019

    Am 10. Februar 2019 ist die SGK Hessen 40 Jahre alt geworden.

    40 Jahre SGK Hessen – „Machen statt Meckern“

    Wir leben in herausfordernden Zeiten. Das bekommen die Kommunalen als erstes zu spüren. Umso wichtiger ist, dass diejenigen, die sich vor Ort engagieren, Unterstützung und Qualifizierung angeboten bekommen.
    Seit 40 Jahren steht die SGK Hessen der sozialdemokratischen Kommunalpolitik zur Seite. Die SGK Hessen weiß, dass kritisieren alleine nichts bewirkt, also heißt das Motto: „Machen statt Meckern“. Denn machen ist wie wollen – nur krasser!

    Mit Veranstaltungen zu aktuellen kommunalpolitischen Themen informieren wir sowohl sozialdemokratische Kommunale als auch die Bürger*innen. Unsere kommunalpolitischen Arbeitskreise haben ein wachsames Auge auf Gesetze und Gesetzentwürfe. Somit können wir die Kommunen rechtzeitig über Veränderungen vor Ort informieren, oder gemeinsam mit der SPD Landtagsfraktion oder der SPD Bundestagsfraktion auf Gesetze einwirken. Mit unserer Rechtsberatung geben wir unseren Mitgliedsfraktionen, im Rahmen unserer Möglichkeiten, Rechtssicherheit im parlamentarischen Alltag. Die AfK, unser Bildungsträger, bietet ein breites Spektrum an politischer Bildung und Weiterbildung. Das verstehen wir unter „Machen“!

    40 Jahre SGK Hessen: es war nicht nur ein würdiges, sondern auch ein schönes Fest! Eine große Familienfeier der hessischen sozialdemokratischen Kommunalen. Der Anlass: vor genau 40 Jahren wurde die SGK Hessen in Kassel gegründet. Es waren Gründungsmitglieder gekommen, u.a. Rudi Schmidt, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Mainz, sowie Manfred Kreis, Stadtrat in Seligenstadt. Ehemalige Vorstandsmitglieder, u.a. Dr. Jürgen Barthel, ehemaliger Stadtkämmerer von Kassel, und fast alle Geschäftsführer, u.a. Gerd Mehler und Achim Möller. Auch zahlreiche Träger des „Großen Hessenlöwen“ (Auszeichnung für einzelne Personen aus der Kommunalpolitik, die durch eine besondere Aktivität hervorstechen) waren gekommen. Unter ihnen Dr. Volker Hauff, Bundesminister a.D. und Alfred Schubert, Bürgermeister a.D., allen besser bekannt unter Adi Schubert.

    In seiner Festrede betonte der Wiesbadener Oberbürgermeister, Sven Gerich, dass wir mit einem Widerspruch in der Kommunalpolitik umgehen müssen. Obwohl es allen besser geht, die Infrastruktur gut entwickelt ist, empfinden Menschen ihre subjektive Situation als unzureichend. Das, was individuell empfunden wird, wird nicht mehr auf die Gesellschaft übertragen. Deshalb sei es wichtig, dass die SGK als Vernetzerin, Impulsgeberin, Dienstleiterin und Vordenkerin weiter aktiv bleibt.

    Auch die Vorsitzende der SGK Hessen verwies in ihrer Schlussrede auf die vielen Impulse, die in 40 Jahren gegeben wurde. Kein kommunalpolitisches Thema wurde von der SGK liegen gelassen. Aber die SGK müsse sich auch weiterentwickeln. Die zentralen Herausforderungen sozialdemokratischer Kommunalpolitik sind:

    • Den ländlichen Raum zu entwickeln und nicht zu vernachlässigen.
    • In Bildung, Wohnen und Mobilität zu investieren und sich weiterhin für gleiche Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land einzusetzen.

    Die größte Herausforderung aber ist, die aktive Gestaltung der Digitalisierung der Gesellschaft.

    Begleitet wurde der Festakt von einer Ausstellung, die die Geschäftsstelle mit Dokumenten und Fotos aus 40 Jahren zusammengestellt hatte.

    Der ehemalige Landtagsabgeordnete Gerhard Merz, auch „Gripsy“ genannt, rundete die Feier mit einem satirischen Beitrag „Was ist eigentlich (Kommunal)Politik?“ ab. In diesem Sinne verbleiben wir an dieser Stelle mit seinem Zitat von Lassalle:

    „Zu erkennen was ist
    und es auch auszusprechen“

    Die SGK Hessen möchte das Zitat gerne ergänzen…

    „…und was zu machen“.

  • SGK begrüßt Initiative zur Abschaffung der Straßenbeiträge

    Wiesbaden, den 5. Februar 2019 – Pressemitteilung

    SGK begrüßt Initiative zur Abschaffung der Straßenbeiträge

    „Wir begrüßen die Initiative der SPD Landtagsfraktion, die vollständige Abschaffung der Straßenausbaubeiträge erneut auf die landespolitische Agenda zu setzen“, sagte heute die SGK Landesvorsitzende Kirsten Fründt.

    Es sei nicht mehr hinnehmbar, dass für Grundstückseigentümer Belastungen im vierstelligen Bereich entstehen, die sie im Kern nicht zu verantworten haben.
    Die Kommunen hätten in allen Bereichen mit einem erheblichen Sanierungsstau zu kämpfen. Gerade jetzt werde deutlich, dass die Straßen in Hessen in einem katastrophalen Zustand sind und dringend saniert werden müssen. Eine ordentliche Straßeninfrastruktur ist für uns eine Aufgabe der Daseinsvorsorge.

    Der von der SPD Fraktion eingebrachte Gesetzentwurf sieht vor, dass im laufenden Haushaltsjahr den Kommunen 60 Mio. EURO zur Verfügung gestellt werden. Diese sollen den kreisfreien und kreisangehörigen Städten und Gemeinden aus Landesmitteln zur Verfügung gestellt werden. „Das ist eine saubere Lösung, denn auch die Möglichkeit wiederkehrender Straßenbeiträge, die die jetzige Gesetzeslage zulässt, ist mit erheblichen Rechtsunsicherheiten und einem großen Verwaltungsaufwand verbunden“, sagte Kirsten Fründt.
    Die SGK begrüßt auch die Bemessungsgrundlage, die sowohl die Einwohnerzahl als auch die Fläche einbeziehe. Damit werde gerade auch dem ländlichen Raum Rechnung getragen, wo im Verhältnis zur Fläche eher weniger Menschen wohnen.

    „Ich hoffe, dass bei den Koalitionsfraktionen CDU und Grüne diesbezüglich ein Prozess des Umdenkens beginnt. Wenn CDU und Grüne etwas für Bürgerinnen und Bürger und für die Kommunen tun wollen, dann könnten sie es jetzt tun“.

  • Holzvermarktung

    Dezember 2018 – Pressemitteilung
    Bild: Heinz Lotz, MdL

    Holzvermarktung

    Heinz Lotz (SPD): Übergangsfrist zur eigenverantwortlichen Holzvermarktung generell verlängern und Öffentlichkeit beteiligen

    Nachdem die Landesregierung angekündigt hat, sich schrittweise aus der kommunalen Holzvermarktung zurück zu ziehen, blieben viele Fragen offen. Der SGK hat frühzeitig Veranstaltungen zu diesem Thema angeboten. Nun konnte zumindest ein Teilerfolg erzielt werden: Für einige Kommunen ist die Übergangsfrist verlängert worden.

    Der forstpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Heinz Lotz kündigte nun einen Antrag an, der eine generelle Verlängerung der Fristen für den Übergang zur eigenverantwortlichen Holzvermarktung der Kommunen einbringen zu wollen. „Die ursprünglich vom Umweltministerium angesetzte Frist in Verbindung mit der 100 Hektar-Regelung ist in so kurzer Zeit nicht umsetzbar. Ebenso besteht erheblicher Diskussionsbedarf um die Ausgestaltung des Kompromisses zwischen Landesregierung und Kartellamt. Hier hätte die Landesregierung wesentlich mehr im Sinne der Kommunen herausholen können“, sagte Heinz Lotz am Rande der Klausurtagung der SPD-Landtagsfraktion.

    Auf der einen Seite sehe Lotz den Willen der Kommunen und Privatwaldbesitzer, das Einheitsforstamt zu erhalten, auf der anderen Seite müssten kartellrechtliche Probleme berücksichtigt werden. Im deutschen Rechtssystem wird der Öffentlichkeit die Möglichkeit eröffnet, sich bei umweltrechtlichen Zulassungsverfahren und beim Erlass bestimmter umweltbezogener Pläne und Programme zu beteiligen. „Obwohl der Rückzug des Landes aus der Holzvermarktung in Kommunal- und Privatwäldern erhebliche Änderungen mit sich bringt, ist das vom Umweltministerium versäumt worden. Von Anfang an hätte die Öffentlichkeit beteiligt werden müssen. Somit fehlt ein transparentes Konzept zur Zukunft der Holzvermarktung im Kommunal- und Privatwald sowie dem Erhalt des Einheitsforstamtes. Es ist noch nicht zu spät, denn mit Hilfe einer generellen Fristverlängerung könnten wir die Öffentlichkeitsbeteiligung nachholen“, begründet Heinz Lotz den Antragsentwurf.

    Im Juli 2018 kündigte das zuständige Umweltministerium an, dass sich Hessen-Forst bereits zum Jahresende im Grundsatz aus der Vermarktung aller Holzsortimente Dritter zurückziehen will. Betroffen sind über 400 der 426 hessischen Städte und Gemeinden.

  • Bundeskonferenz 2019 in Kassel SGK Bundeskonferenz in Kassel

    November 2018 – Pressemitteilung
    Bild: Kirsten Fründt

    SGK Bundesdelegiertenkonferenz in Kassel

    Die diesjährige Bundesdelegiertenkonferenz der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik fand am 23./24. November in Kassel statt. Dort wurde die SGK vor 40 Jahre gegründet. Ein guter Grund in Kassel zu tagen.

    Für uns Hessen war diese Konferenz, die unter dem Motto “Konkret.Kommunal.Digital” stand, sehr erfolgreich. Unsere Vorsitzende Kirsten Fründt ist mit dem besten Ergebnis zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt worden. Als Beisitzerin wurde unsere Kollegin Monika Sperzel bestätigt. Ebenfalls im Vorstand, als kooptiertes Mitglied, ist die Gießener Landrätin Anita Schneider.

    Auch bei der Antragsberatung waren wir richtig gut. Der von uns initiierte Antrag zur politischen Bildung für Kommunalpolitiker*innen wurde mit großer Mehrheit angenommen. Unsere Änderungsanträge wurden ebenfalls beraten. Es hat sich gelohnt, eine ausführliche Delegiertenvorbesprechung zu machen.

    Zum Abschluss der Konferenz diskutierte unsere frisch gewählte stellvertretende Bundesvorsitzende auf dem Podium zum Thema Digitalisierung mit.

    Weitere Eindrücke der Konferenz finden Sie unter der Rubrik “Aktuelles/Bilder”.

  • Thorsten Schäfer-Gümbel beruft für Finanzen Landrätin Kirsten Fründt in sein Regierungsteam

    Wiesbaden, 30. August 2018 – Pressemitteilung der SPD Hessen

    Thorsten Schäfer-Gümbel beruft für Finanzen Landrätin Kirsten Fründt in sein Regierungsteam

    Der Vorsitzende der HessenSPD und Spitzenkandidat seiner Partei zur Landtagswahl am 28. Oktober, Thorsten Schäfer-Gümbel, hat heute in Wiesbaden ein weiteres Mitglied seines Regierungsteams vorgestellt: Kirsten Fründt, die Landrätin des Landkreises Marburg-Biedenkopf, soll für den Bereich Finanzen zuständig sein.

    Schäfer-Gümbel sagte bei der Vorstellung in Wiesbaden: „Ich freue mich außerordentlich, dass ich mit der SGK-Landesvorsitzenden und Landrätin Kirsten Fründt eine versierte Fachfrau für den Finanzbereich für mein Regierungsteam gewinnen konnte. Sie kennt aus ihrer Funktion als Landrätin und Kämmerin des Landkreises Marburg-Biedenkopf nicht nur die Bedürfnisse der kommunalen Familie in Hessen, sondern ist darüber hinaus äußerst erfolgreich in der Konsolidierung der Finanzen. Der Kreis konnte 2013 bis 2015 nicht nur ausgeglichene Haushalte vorlegen, sondern insgesamt einen Überschuss von rund 40 Millionen Euro erwirtschaften. Nicht umsonst ist auch der amtierende Finanzminister Schäfer voll des Lobes für Kirsten Fründt. Herr Schäfer hat am 30. Januar 2017 gesagt: ‚Herzlichen Glückwunsch! Sie haben geschafft, was viele anfangs nicht für möglich hielten: Sie haben Ihre Haushalte in Rekordgeschwindigkeit nachhaltig konsolidiert und können somit heute gemeinsam in Bestzeit über die Ziellinie laufen. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Kassel können den Kommunalen Schutzschirm des Landes verlassen: gestärkt, konsolidiert und fit für die Zukunft!‘ Anders gesagt: Kirsten Fründt ist bereit, nach den Finanzen ihres Landkreises auch die Finanzen des Landes Hessen verantwortungsvoll zu gestalten. Und das bedeutet für uns Sozialdemokraten, dass wir die dringend benötigen Zukunftsinvestitionen in die Bildung, in Schienen und Straßen sowie in die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum endlich angehen – und zugleich die verfassungsmäßig verankerten Schuldenbremse einhalten. Denn gestaltende Finanzpolitik ist mehr als stumpfes Sparen. Aber das zu verstehen, ist der CDU schon immer schwer gefallen.“

    Kirsten Fründt selbst kündigte an, zunächst den Kommunalen Finanzausgleich (KFA) auf eine neue Grundlage zu stellen. „Die gesellschaftliche Teilhabe findet hauptsächlich in den Kommunen statt. Dort entscheidet sich, ob jemand zufrieden ist oder unter den Verhältnissen leidet. Deswegen muss das Land die Kommunen finanziell wieder in die Lage versetzen, nicht nur das Allernötigste zu erledigen, sondern das Gemeinwesen zusammenzuhalten. Das hat die bisherige Landesregierung leider vernachlässigt. Nach 19 Jahren CDU sind die Kommunen Bittsteller und nicht gleichberechtigte Partner des Landes. Das müssen wir dringend ändern, denn ohne starke Städte, Gemeinden und Kreise ist das ganze Land schwach“, sagte Fründt.

    Gestärkt werden müssten insgesamt die Investitionen des Landes, das seine Infrastruktur seit Jahren auf Verschleiß fahre. „Man kann ein Land auch kaputtsparen – und an manchen Stellen ist Hessen kurz davor, genau das zu tun. Die Zukunft gestalten wir aber nicht mit Haushaltsüberschüssen auf dem Papier, sondern mit gezielten, nachhaltigen Investitionen. Genau das werden wir nach der Wahl tun: Dort investieren, wo das Hessen von morgen entschieden wird. Also in Bezahlbare Wohnungen, in besser Straßen und Schienen, in die Bildung unserer Kinder. Das unterscheidet die zukunftsorientierte Finanzpolitik der SPD von dem, was die CDU dem Land seit 19 Jahren zumutet“, sagte Kirsten Fründt.

    Zugleich werde sie für mehr Transparenz im Landeshaushalt sorgen, so Fründt: „Mein Ziel ist, dass der Staat sehr genau erklärt, wofür er Geld ausgibt und warum. Deswegen finde ich, dass man nicht Teile des Haushalts in Sondervermögen, Stiftungen und anderen Nebenhaushalten parken sollte. Das ist auch eine Frage der Glaubwürdigkeit, die ein Markenzeichen unserer neuen Finanzpolitik werden soll.“

  • SPD-Fraktionen sorgen sich um die Zukunft der Holzvermarktung

    Weilmünster, 9. August 2018
    Bild: Heinz Lotz, MdL, und Genossen*innen

    SPD-Fraktionen sorgen sich um die Zukunft der Holzvermarktung

    Die Vermarktung des Kommunalholzes soll von Hessen Forst aufgegeben und durch Kommunalgesellschaften ersetzt werden, vermutlich schon ab 2019. Das ist ein sehr enges Zeitfenster und wird mit Zusatzkosten für die Kommunen verbunden sein.

    Damit die Kommunen einen Einblick erhalten, welche gravierenden Veränderungen auf sie zukommen, bietet die SGK Hessen ihren Mitgliedsfraktionen und allen interessierte Genossen*innen Informationsabende an, die im Moment vorrangig dem Austausch dienen.

    Angestoßen hat das Thema der Bürgermeister von Langgöns, Horst Röhrig. In einem ersten Treffen, im Juni in Wiesbaden, haben die sozialdemokratischen Kommunalen sich das erste Mal intensiv mit dem Thema beschäftig. Schnell wurde klar, dass vorrangig eine Fristverlängerung beantragt werden muss. Die SPD-Landtagsfraktion hat bereits einen „dringlichen Berichtsantrag“ auf den Weg gebracht. Wir berichteten bereits in der letzten Kommunalmail über das erste Treffen.

    Zwischenzeitlich hat die SPD-Fraktion Weilmünster sich entschieden, das Thema anzugehen und setzte sich mit der SGK Hessen in Verbindung. Da die Zeit drängt, haben die SGK Hessen und die SPD Weilmünster, kurzfristig, für den 9. August eine Veranstaltung zum Informationsaustausch im Kreis Limburg-Weilburg angesetzt, in Aulenhausen. Viele Genossen*innen und auch kommunale Vertreter*innen aus den Nachbarkommunen sind der Einladung gefolgt. Gemeinsam mit dem agrarpolitischen Sprecher der SPD Fraktion im Landtag, Heinz Lotz, und dem wirtschaftspolitischen Sprecher, Tobias Eckert, diskutierten sie über die Zukunft der Holzvermarktung für kommunale und private Waldbesitzer. Viele Fragen wurden besprochen und Möglichkeiten erörtert. Für die SPD Weilmünster steht fest: „Die Zeit drängt, die kommenden Herausforderungen anzunehmen und uns vorzubereiten. Ein klarer Auftrag an die gemeindlichen Gremien, dieses Thema nun endlich anzugehen, er wird von der SPD-Fraktion Weilmünster jetzt in die Wege geleitet.“

    Die SGK Hessen schließt sich der Aussage der SPD-Fraktion Weilmünster an und wird am Thema bleiben und auch weiterhin berichten.